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E-Werk Cottbus wird Modellprojekt für Energieeffizienz

21.05.2014

Die Sparkasse Spree-Neiße spendete 2500 Euro an die E-Werk Cottbus Stiftung. Unterstützt wird damit das Forschungsprojekt "Energieeffizientes Sanieren eines Denkmals", eines der Projekte, der sich die Stiftung im E-Werk widmet.

Jörg Tudyka (Vorstand): "Die Stiftung unterstützt das privatwirtschaftliche Engagement des Cottbuser Ingenieurbüros Integral-Projekt, das als heimatverbundenes Unternehmen das sanierte E-Werk auch gemeinnützigen Zwecken zugänglich machen möchte. Der Zweck ist die Förderung von Energieeffizienz und Klimaschutz."

Tagungszentrum/Wasserkraft/E-Mobile-Center
Dazu entwickelt die Stiftung mehrere Projekte. So ist ein Tagungszentrum in der ehemaligen Turbinenhalle geplant, das Bürgern und Unternehmern Zugang zu Fachinformationen ermöglichen soll. Merkmale dieses Zentrums, dessen Eröffnung für Mitte 2015 vorgesehen ist, sollen dabei vor allem die Praxisnähe und integrierte Anwendungen sein. So dient die Halle selbst als Modellprojekt für die energieeffiziente Sanierung eines Denkmals. Desweiteren soll die Wasserkraftanlage wieder reaktiviert und dabei die Stromproduktion sichtbar gemacht werden. Der Schornstein wird in einer Funktion als Kaminaufwind-Kraftwerk geprüft. Für den Hof wird ein E-Mobile-Center mit touristischer Ausrichtung entwickelt. Eine erste Segway-Tour ab E-Werk soll demnächst starten.

Energieeffizienz mit Leben erfüllen

Jörg Tudyka: "Wir wollen das Thema Energieeffizienz aus der Nische des trockenen Fachbegriffs holen. Energieeffizient bauen, leben, arbeiten und genießen: All das soll im und am E-Werk demonstriert werden."

Dazu arbeitet die Stiftung unter anderem mit der BTU Cottbus-Senftenberg, der Industrie- und Handelskammer und einzelnen Unternehmen und Verbänden zusammen.

Musterkraftwerk für Deutschland

Das E-Werk Cottbus wurde 1903 in Betrieb genommen und galt damals deutschlandweit als Musterkraftwerk der Firma Siemens. Jörg Tudyka: "Wir möchten, dass das E-Werk auf neue Weise wieder zu einem Musterkraftwerk mit überregionaler Ausstrahlung wird."

Nachhaltig Brandenburg

Die E-Werk Cottbus Stiftung nimmt am Wettbewerb des Landes Brandenburg "Nachhaltig.Brandenburg" teil.

Steffen Pieper, Direktor der Direktion Kredit der Sparkasse Spree-Neiße, zur Spende:

„Das  E-Werk  in  Cottbus  ist  ein herausragendes Beispiel, wie durch eine umfassende   und  gleichwohl  energieeffiziente  Sanierung  ein  einmaliges Industriedenkmal  erhalten  werden konnte. Energie-   und Rohstoffeffizienz sowie eine langfristige Wirtschaftlichkeit sind nicht nur für unsere heimischen Unternehmenskunden entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Deshalb fördern wir als verlässlicher Partner des Mittelstands Innovationen und   Vorhaben   in   und  für  Unternehmen,  die  Ressourceneffizienz  und Wirtschaftlichkeit  miteinander verknüpfen. Die E-Werk Stiftung bündelt mit ihrem  Zentrum  für  Energieeffizienz  Kompetenz,  Erfahrung  und Hilfe zur praktischen Umsetzung und leistet damit einen hervorragenden Beitrag zu den Kernthemen unserer Zeit.“

Frank Krah, Geschäftsführer Integral Projekt GmbH & Co. KG, zum Projekt:

"Als Bauherren haben wir uns nicht für eine rein kommerzielle Nutzung, sondern für ein gemeinnütziges Ziel entschieden. Im E-Werk Cottbus ist 1903 in Südbrandenburg der erste elektrische Strom energieeffizient und ökologisch nachhaltig erzeugt worden. Wir möchten mit der Aktivierung dieser Immobilie 111 Jahre nach ihrer Errichtung ein Zeichen für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Energieregion setzen. Das verstehen wir auch als Beitrag zum Erhalt der Umwelt für kommende Generationen - bei guter Lebensqualität, mit der dafür notwendigen, bezahlbaren und sauberen Energie."

Quelle: NIEDERLAUSITZ aktuell

http://www.niederlausitz-aktuell.de/cottbus/item/42214-e-werk-cottbus-wird-modellprojekt-fuer-energieeffizienz.html